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  • A SWINGING CHRISTMAS mit Tom Gaebel

    20.11.2019

    Tom Gaebel, was verbinden Sie mit der Weihnachtszeit?

    Tolle Kindheitserinnerungen. Ich trage dieses spezielle Weihnachtsgefühl seit meinen Kindertagen im Herzen und freue mich auch jedes Jahr wieder auf die Traditionen, die meine Familie und ich seit Jahrzehnten pflegen.

    Wie sehen die aus?

    Wir kommen in unserer Heimatstadt Ibbenbüren zusammen, quatschen, essen, trinken und lassen es uns gut gehen. Es hat schon auch etwas davon, die alten Zeiten wieder aufleben zu lassen. Für mich ist Weihnachten sehr stark mit der Familie verbunden, weil es, zumindest in meinen Augen, ein Fest der Liebe, der Freundlichkeit und der Menschlichkeit geblieben ist. Das bedeutet mir viel.

    Werden bei Gaebels daheim auch traditionelle Weihnachtslieder gesungen?

    Nein, aber meine Brüder und ich haben als Kinder und Jugendliche daheim immer kleine Weihnachtskonzerte gespielt für unsere beiden Omas. Irgendwann haben wir diese Tradition dann abgeschafft, was ich damals gut fand. Heute finde ich es schade. Wenn ich mal Kinder haben werde, was ich hoffe, dann werde ich das wieder einführen.

    Wie wichtig ist speziell während dieser Weihnachtskonzerte das Publikum für Sie?

    Enorm wichtig. Wir singen viel gemeinsam mit dem Publikum, weil das Gemeinsame für mich einfach zu Weihnachten gehört. Ich freue mich darauf, das Zusammensein mit dem Publikum regelrecht zu zelebrieren.

    Und pro Stadt hat ein Zuschauer auch die Chance, gemeinsam mit Ihnen auf der Bühne „Strangers In The Night“ im Duett zu singen. Ist das Unterfangen, jemanden auf die Bühne zu holen, den Sie gar nicht kennen, nicht auch mit dem Risiko des Scheiterns behaftet?

    Es ist insofern kein Risiko als dass wir eine Vorauswahl treffen. Aus den Erfahrungen der vergangenen Weihnachtstourneen kann ich sagen, dass dieser Teil der Konzerte entweder gut oder aber unterhaltsam wird.

    Unterhaltsam im peinlichen Sinne?

    Nein, wir machen uns über niemanden lustig. Es liegt mir fern, jemanden bloßzustellen. Wir hatten vor Jahren mal einen Kandidaten, der behauptete, im Chor gesungen zu haben, also Gesangserfahrungen gehabt zu haben. Faktisch wies dieser Mann eine absolute Stimmstörung auf, tönte aber vorher groß, wie toll er singen könnte. Das war dann eine peinliche Situation auf der Bühne, weil das Publikum vor Lachen beinahe von den Stühlen gefallen wäre.

    Wie kann man sich denn als Ihr Duett-Partner bewerben?

    Indem man ein kurzes Handyvideo mit einer kleinen Gesangsprobe an eine Email-Adresseschickt, die auf meiner Homepage zu finden ist. Man kann sie mir natürlich auch
    über meine Sozialen Medien-Kanäle zukommen lassen. Ich freue mich auf das Sichten der Videos.

    Welches ist Ihr Lieblings-Weihnachtslied?

    Jetzt wird’s schwierig. Es gibt so viele tolle Weihnachtslieder, dass mir die Wahl eines einzigen Songs wirklich schwerfällt. Ich singe wahnsinnig gerne ‚Let It Snow‘, was zwar kein klassisches Weihnachtslied ist, aber wunderbar in die Weihnachtszeit passt. Ich liebe es, mit den Zuschauern zusammen ‚White Christmas‘ zu singen, weil mir das richtig ans Herz geht. Ich mag aber auch ‚All I Want For Christmas‘ in unserer Version.

    Das Arrangement macht den Unterschied?

    Allerdings! Bei uns swingt es ganz erheblich, und es ist eine Kunst, Weihnachtslieder so zu arrangieren, dass sie nicht verfremdet wirken, aber doch wie Zunder swingen. ‚Last Christmas‘ und ‚Driving Home For Christmas‘ bezeichnen manche Zeitgenossen als Kitsch. Mit ihren Meinungen treffen sie bei mir auf den Richtigen. Ich mag Easy Listening. Während manche Zeitgenossen angesichts dieser Musik ihre Nasen rümpfen, sage ich: ‚Her damit!‘. Es ist immer die Frage, wie man etwas aufführt, und das Arrangement entscheidet über Top oder Flop. Deswegen lege ich gesteigerten Wert auf exzellente Arrangements.

    Und was ist, wenn es während Ihrer A SWINGING CHRISTMAS-Tour draußen nicht schneit?

    Für die Stimmung wäre das schade, für unser Unterwegssein wäre es weniger schade. Aber keine Sorge, es wird auf der Bühne schneien.

    22 Konzerte in 29 Tagen im Dezember - wie halten Sie sich für Ihre A SWINGING CHRISTMAS-Tour fit? Der stets elegant gekleidete Tom Gaebel ist in Jogginghose ja kaum vorstellbar…

    Aber genauso sieht’s im Moment aus. Ich leiste mir gerade einen Personal Trainer, um mich auf die Weihnachtstour vorzubereiten. Man sitzt den ganzen Tag im Auto, fährt manchmal im Zickzackmuster durch die Republik, bevor es zum Soundcheck und schließlich auf die Bühne geht. Dazwischen wird ständig irgendwas gegessen, Fans beschenken einen obendrein freundlicherweise mit Plätzchen, von denen man natürlich auch nascht. Es ist, kurzum, ein einziges, schönes Elend, weil eine solche Tour enorm Kraft kostet. Und um eine gute Form zu wahren, wenn es losgeht, hole ich gerade alles aus meinen Knochen heraus, unter Anleitung meines Trainers, den ich ‚die Peitsche‘ nenne.

    Sie wahren ja alleine schon äußerlich die Form, sind ein toller Entertainer, ein großartiger Musiker, haben eine einnehmende Stimme, und sind überaus eloquent. Haben Ihre Konzerte das gewisse Etwas, weil man es sich erlauben kann, hin und wieder auch freundlich-frech zu sein, wenn man die Etikette wahrt?

    Natürlich kann man sich etwas mehr auf der Bühne erlauben, wenn man eine gewisse Eloquenz an den Tag legt. Jedenfalls mehr als wenn man gleich als Miesepeter auf die Bühne schreitet. Das ist ja das witzige Phänomen der Konzerte, die ich spiele. Mit dem richtigen Anzug kann man beinahe alles sein, wenn man es richtig angeht. Während der A SWINGING CHRISTMAS-Konzerte bin ich aber vor allem auch derjenige, der den speziellen Glanz der Weihnachtszeit mit dem Publikum bestaunt.

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